headheli.gif (2286 Byte) www.MyHeli.de

Mail an Tom

HomeMyHeliTips / FAQTagebuchDownloadsHistoryLinks

1.2.2003: Nicht nur das Günter super Sachen konzipiert, baut und ausgiebig testet - nein er schreibt auch noch super Berichte darüber. Ich freue mich sehr, hier einen weiteren Bericht von Günter veröffentlichen zu können.
Per Mail ist Günter über guenter@helitreff.de zu erreichen

s_v7.jpg (6831 Byte) Günter´s BK117 bekommt einen Vierblattrotorkopf,
die Krone die sie längst verdient hat!
s_v1.jpg (5561 Byte)
Inzwischen ist unser Erlkönig schon ganz schön herum gekommen und hat so richtig für Wirbel in der Rotorenwelt gesorgt und dabei einiges an Bewunderern gefunden. Eigentlich ist sie uns vom Rumpf aus gegangen ja recht gut gelungen, doch eines war immer wieder zu hören, etwas fehle ihr noch, und das wäre ein Vierblattrotorkopf. Genau das war der Anlass sich dieser Herausforderung zu stellen
Da waren dann plötzlich allerlei Vorschläge von meinen Helifreunden bei unseren Mittwochabenden in der HSB-Halle zu hören, wie wohl so etwas zu machen wäre. Einer von ihnen machte sich ohne mein Wissen schon gleich daran ein Vierblattzentralstück zu entwerfen und zu fertigen. Eines Mittwoch abends, wieder in der Halle bei HSB war es dann soweit, Harald griff in seine Hosentasche, drückte mir ein Stück Alu in die Hand und sagte: schau ihn dir mal an! Ich wusste im ersten Moment nicht so recht, was das werden sollte, im nächsten Moment jedoch war mir alles klar. Harald hatte es geschafft, er kreierte mir ein Vierblattzentralstück, das Herz eines Vierblattkopfes, die Krone für meine BK. s_v2.jpg (5028 Byte)
Ich musste mich erst mal setzen und das gute Stück genauer Betrachten. Das Teil war perfekt und seine technische Lösung bezüglich der im Betrieb auftretenden Kräfte, die auf das Zentralstück wirken, die benötigte Blattdämpfung und die Blattaufhängung war mir sofort sympathisch. Harald meinte dann nur, der Rest sei nun meine Sache, denn wie so was angesteuert wird und wie das dann Fernsteuerungs- technisch gemacht werden müsste, da könne er mir nicht helfen. Das war mir aber vorerst auch nicht das wichtigste, denn mir war klar,  egal wie und was da alles noch zu machen ist, Haralds Konstruktion wird fliegen! Das ganze war nur noch eine Frage der Zeit! s_v4.jpg (6170 Byte)
Zuerst wollte ich dann gar nicht gleich an die Sache heran gehen und legte das Zentralstück zu Hause erst mal zur Seite. Im nächsten Moment hatte ich es dann doch gleich wieder in meinen Händen und machte mich daran die Krone aufzubauen. Schließlich war ein E-Heli mit Vierblattkopf in diese Klasse mal wieder was ganz neues. Oberstes Ziel dabei war nun für mich, möglichst viele Originalbauteile zu verwenden. So fanden zum Beispiel die Originalblatthalter, die Blattlager, Distanzhülsen, Dämpfungsgummis die Blattlagerwelle und sogar die PVC-Standart Taumelscheibe Platz an unserem Zentralstück. Bei der Taumelscheibe war ja auch schon die fünfte Aufnahmekugel vorhanden, die für den Mitnehmer der beim Vierblattkopf gebraucht wird. Nun mussten nur noch der Mitnehmer und die Steuergestänge gefertigt werden, und schon waren alle Teile für (meine Krone) den Vierblattrotorkopf da.

Genau eine Woche später war dann die Premiere, mein Vierblattkopf war fertig und im Trainer eingebaut.

s_v3.jpg (7752 Byte) Noch am selben Tag montierte ich die Rotorblätter, stellte die Pitchwerte und die Blattlage ein, ging auf die Piste und startete den Motor. Schnell musste ich feststellen, das so eine direkte Anlenkung, so ganz ohne Hilfsrotor, viel kleinere Ruderausschläge benötigt, wie ich das zuvor von Zweiblatt kannte. So habe ich erst mal alle
Geberwerte von zuvor 100% auf 30% reduziert, und schon hob mein Heli wieder ab und schwebte wie angenagelt auf der Stelle. Ich war begeistert, jedoch nur so lange wie ich kein Nick oder Roll gab. Ich habe mich dann doch vorsichtig daran getraut und machte den einen ersten Rundflug. Erst mal im großen Bogen um mich herum, dann auch schon weitläufige Achten. So flog ich an diesen Tag mal gleich fünf Akkus leer. Obwohl ich diese Flüge mit äußerster Anspannung geflogen habe, war ich fürs erste voll zufrieden.
s_v5.jpg (4944 Byte)

s_v6.jpg (6977 Byte)

Am nächsten Tag war mal wieder Mittwoch, unser Hallenflugabend bei HSB. Dort präsentierte ich den Vierblatt-Trainerheli meinen Freunden und alles staunte, ähnlich wie beim ersten Auftritt meiner BK. Harald und einer meiner Helifreunde, der schon Erfahrung mit Vierblatt hatte waren auch da. Und das war mein Glück, denn er schaute sich unser Werk gleich ganz genau an und meinte: "der fliegt aber so nicht!" Erst wehrte ich mich und wollte ihm durch einen Flug beweisen, dass er fliegt. Doch dann erklärte er mir, dass normalerweise bei einer 120 Grad Taumelscheibe eine um 45 Grad verdrehte Taumelscheibenanlenkung nötig ist. Das leuchtete mir nach einer Weile Überzeugungsarbeit meines Freundes dann doch ein. Denn das erklärte mir auch, warum mein Heli zwar super zu schweben war, aber sich beim Manövrieren so schwer steuern ließ. Wirkte da doch das eine Rotorblatt beim Steuern dem anderen entgegen, und so war ein exaktes Steuern meines Helis kaum möglich (bzw. eigentlich unmöglich). Da nun ein mechanische Umstellung auf die schnelle nicht möglich gewesen wäre und ich aber fliegen wollte, machten wir uns daran, meinem Sender die um 45 Grad verdrehte Taumelscheibe virtuell zu programmieren. Damit fertig stellte ich meinen Heli gleich mal mitten in der Halle auf den Boden und startete den Motor, gab Pitch, hob ab, und schon schwebte das Teil vollkommen ruhig. Doch nun war Nick und Roll gefragt, noch etwas zögernd setzte ich die Geber meines Senders ein. Die Anspannung dauerte nicht lange, denn sofort merkte ich, es war wieder mein Heli so wie ich ihn von früher kannte als er noch zwei Rotorblätter und einen Hilfsrotor hatte.
Bis heute habe ich nun 94 Akkuladungen mit meinem Vierblatt-Heli geflogen und möchte eigentlich nichts anderes mehr. Harald bekam von mir den Auftrag nun ein Zentralstück für meine BK117 zu fertigen. Eines, das trotz original Hauptrotorwelle in der Höhe um 26mm kürzer wird und somit perfekt zur BK passt.

Nun folgte die Krönung meines Erlkönigs, in dem ich den Vierblattrotorkopf auf meiner BK117 platzierte. Ganz so wie es einem König gebührt.

s_v8.jpg (6980 Byte) s_v9.jpg (10252 Byte) s_v10.jpg (6402 Byte)
So lange bis nun sicher ist, dass nichts mehr an unserem Vierblattsystem zu verbessern ist, werde ich den Rotorkopf in meinem Trainer testen, um ihn zur Perfektion zu bringe.
Hier noch ein Paar Daten:
  • Gegenüber des Original 2-Blatt Kopfes mit Aluzentralstück bringt die Vierblattausführung inklusive Mitnehmer gerade mal 17 Gramm Mehrgewicht auf die Waage!
  • Die Systemdrehzahl konnte deutlich herabgesetzt werden!
  • Der Freilauf wurde dem veränderten Drehmoment angepasst und durch einen kräftigeren getauscht!
  • Die Flugzeit hat sich trotz deutlich höherer Belastung des Systems um nur 1 Minute verringert!

Fazit:
        Meinen Vierblatt zu fliegen möchte ich nicht mehr missen, einfach genial das Teil !!!!!.

s_v11.jpg (5617 Byte)
Das um 26 mm kürzere Zentralstück
meiner BK117
s_v12.jpg (7609 Byte)
Der Prototyp mit identischen Kopfhöhe zur 2-Blatt Version !
s_v13.jpg (5791 Byte)
Gegenüberstellung der beiden Systeme
Günter hat jetzt auch eine eigene Internetseite: www.heliguenter.de.vu/